„Kunstlehrer*innenpersönlichkeit“

Ein Projekt von jk
Das Bild zeigt den Begriff "Kunstlehrer*innenpersönlichkeit" mit dahinter skizzierten Strichen, welche eine (Gedanken-)Wolke bzw. -Explosion darstellen sollen.
Bildrechte: Skizze, Bildnachweis: jk, 2025

Forschungsfrage

Wie erlebe ich die Rollendifferenz zwischen meiner persönlichen Identität und meiner „Kunstlehrerpersönlichkeit“? Eine autoethnografische Untersuchung im Praxissemester Kunst.

Beschreibung

Meine schulpraktische Erfahrung im Praxissemester war geprägt von Unsicherheit und Selbstzweifel. Stets hatte ich beim Unterrichten das Gefühl, dass ich mich verstellte oder an- passte, dabei jedoch keine Konsistenz fand. Simultan dazu wurde ich stetig mit dem Begriff der „Lehrer*innenpersönlich- keit“ konfrontiert, weswegen sich bald die Idee entwickelte, das Forschungsprojekt als Anlass zu nehmen, mich selbst in einem autoethnografischen Rahmen kritisch zu beobachten. So wollte ich reflektieren, welche Differenzen sich zwischen meiner Persönlichkeit und meinem Handeln sowie meiner „Kunstlehrerpersönlichkeit“ ergeben und wie ich diese erlebe.
Das vorliegende Studienprojekt soll meine oben genannten Emotionen untersuchen und dabei in kritischer Selbstreflexion erforschen, wie ich genannte Rollendifferenz zwischen meiner persönlichen Identität und meiner „Kunstlehrerpersönlichkeit“ erlebe und welche Folgen und Konsequenzen dies für den angestrebten Beruf des Kunstlehrers bedeutet.

Learning

Um den Weg eines erfolgreichen Kunstlehrers bestreiten zu können, ist die Reflexion meiner inneren Spannungsfelder als Bestandteil meiner professionellen Weiterentwicklung notwendig. Auch sehe ich meine negativen Gefühle und Gedanken als Zeichen dafür an, meine psychische Gesundheit im Bezug auf die Lehrtätigkeit ernst zu nehmen.

Ausblick

Die Autoethnografie ist eine sinnvolle Methode, um das eigene Handeln zu erforschen und zu reflektieren. Im Hinblick auf mein persönliches Projekt wäre rückblickend betrachtet ertragreich gewesen, auch vor gehaltenen Stunden Protokolle durchzuführen, um etwaige Diskrepanzen und Übereinstimmen zwischen meinen Erwartungen und den tatsächlichen Erlebnissen aufzuzeigen. Auch hätte ich anwesende Kunstlehrkräfte zu meinem Handeln befragen und so ermitteln können, in welchem Verhältnis die Innen- und Außenwahrnehmung diesbezüglich stünden.

Auswertung

Durch die Reflexion meines Handelns im Praxissemester wurde mir ersichtlich, wie ich an mir zu arbeiten habe, um später einer möglichen Profession als Kunstlehrer erfolgreich und zufrieden nachzugehen. Die Reflexion hat mich auch dazu gebracht, mich in dieser Hinsicht meinen Unsicherheiten und Defiziten zu stellen, um an diesen hiervon ausgehend arbeiten zu können. Während mein künstlerischer Habitus derzeit noch ausgeprägter ist als mein kunst-pädagogischer, sehe ich in der Zukunft die Möglichkeit der gleichwertigen Verknüpfung dieser beiden Pole.

Kategorie

Forschungsansätze

Zielgruppe

Schlagworte

Quellen und Referenzen 

Wetzel, Tanja/Lenk, Sabine (Hgg.), Mit Ecken und Kanten: Kunstunterricht als eine Frage der Haltung, München 2013.
Rothland, Martin, „Die „Lehrerpersönlichkeit“: Das Geheimnis des Lehrerberufes?“, in: Die Deutsche Schule 113 (2021), S. 188–198.
Dreyer, Andrea, Kunstpädagogische Professionalität und Kunstdidaktik. Eine qualitativ-empi- rische Studie im kunstpädagogischen Kontext, München 2005.
Kunina-Habenicht, Olga/Decker, Anna-Theresia/Kunter, Mareike, „Lehrerpersönlichkeit und professionelle Kompetenz von Lehrkräften“, in: Seifried, Klaus/ Drewes, Stefan/Hasselhorn, Marcus (Hgg.), Handbuch Schulpsychologie. Psychologie für die Schule, Stuttgart 2021, S. 379–388.

Creative-Commons-Lizenz