Der Flow-Zustand beschreibt einen Zustand, indem ein Mensch vollkommen in seiner Aufgabe versinkt, die Arbeit an sich als Belohnung empfunden wird, das Zeitgefühl in den Hintergund tritt und sich Können und Herausforderung im Gleichgewicht befinden.
Es wurden zwei Unterrichtsstunden verglichen mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Aufgaben. In der ersten arbeiteten die SuS selbstständig an eigenen zeichnerischen Projekten, in der Zweiten in Partnerarbeit an digitalen zeichnerisch fotografischen Aufgabenstellungen.
Anschließen beantworteten sie einen Fragebogen mit 10 Items, anhand dessen später eine Einschätzung ihres Flow-Empfinden stattfand. Ziel in der Recherche war es, herauszufinden, welche positiven Einflüsse Flow auf den Schulalltag haben kann und wie es gelingen kann möglichst vielen SuS dieses FLow Erlebnis zu ermöglichen.
Dies wurde dann exemplarisch an den beiden durchgeführten Stunden untersucht.
Flow Erlebnisse im Kunstunterricht
Ein Projekt von Querverweis
Bildrechte: Querverweis
Forschungsfrage
Welche Auswirkungen haben Umgebung und Autonomie bei der Entstehung von Flow im Zeichenunterricht einer 6. Klasse?
Beschreibung
Learning
Durch das Studienprojekt habe viel für meine eigene Zielsetzung im Kunstunterricht aus der Forschung mitnehmen können. Ich reflektiere meinen eigenen und fremden Unterricht nun differenzierter und unter anderen Gesichtspunkten. Durch das Forschungsprojekt habe ich nun eigene Kriterien und Zielsetzungen entwickeln können. Ich werde mich auch weiter wohl in meinem Referendariat mit der Thematik auseinandersetzen.
Ausblick
Es wäre wünschenswert gewesen, hätte ich noch konkrete Verbesserungen an meinem Unterricht vornehmen und untersuchen könenn, ob diese ein Flow-Erlebnis verbessern. Leider fehlte dazu die Zeit, aber vielleicht ist das ja eine Inspiration für jemanden, der* sich auch in seiner* Forschung mit dem Thema Flow auseinandersetzten mag.
Auswertung
In der ersten Stunde ließ sich ein höheres Flow-Empfinden bei den SuS beobachten. Dies lag wohl an der klareren Aufgabe, aber auch daran, das jedes Kind allein arbeiten konnte und sie sich so weniger gegenseitig im Flow störten.
Die zweite Stunde war etwas turbulenter und die Kinder erreichten messbar seltener eine Flow oder Flow-ähnlichen Zustand. Flow in der Gruppe ist zwar möglich (siehe Gruppenaktivitäten wie Musik oder Sport), scheint aber in Klassen durch heterogene Bedürfnisse schwierig zu erreichen zu sein.
Die Atmosphäre in der Klasse schwankte deutlich zwischen beiden Stunden. Während in der ersten eine hohe Konzentration und Widmung der Arbeit zu beobachten war, fühlte sich die zweite experimentierfreudiger und abendteuerlustiger an.
Letzendlich haben beide Stunden ihre Berechtigung und provozieren verschiedene Arbeitsklima.
Kategorie
Forschungsansätze
Zielgruppe
Schlagworte
Quellen und Referenzen
Csikszentmihalyi, M. (1990). Flow: the psychology of optimal experience
Medrow, L. (2022). »Flow« und Imaginative Bildung: Kunstpädagogische Perspektiven zur Künstlerischen Forschung
Creative-Commons-Lizenz
CC-0 1.0