Haltung als Kunstlehrerin

Ein Projekt von A.B.
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Forschungsfrage

Wie entwickelt sich meine Haltung und meine Vorstellung von mir als Kunstlehrerin im Rahmen des Praxissemesters?

Beschreibung

Die Arbeit untersucht im Rahmen einer autoethnografischen Forschung die eigene Entwicklung als angehende Kunstlehrerin während des Praxissemesters. Durch die systematische Reflexion eigener Erfahrungen und Beobachtungen konnten zentrale Aspekte des professionellen Selbstbildes analysiert werden. Besonders relevant war die Auseinandersetzung mit der Bedeutung der eigenen künstlerischen Praxis im Unterricht. Dies führte zu einer kritischen Reflexion über das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und schulischen Rahmenbedingungen.

Learning

Ich durfte für mich persönlich aus dem Forschungsprozess lernen, dass Künstler*in und Kunstpädagog*in sein aufeinander aufbauen, sich ergänzen und ich weder nur das eine oder nur das andere sein muss, sondern beides bin. Das Kunststudium an der Akademie hat entgegen allen Zweifeln und trotz aller Momente des Scheiterns, die Grundlage für meine Haltung gebildet. Und trotzdem fühle ich mich im System Schule wohl und sehe die Notwendigkeit meine Haltung in diesem System einzubringen. Und um meine persönliche Haltung als Kunstpädagogin weiterzuentwickeln, bedarf es eines Balanceakts und der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen künstlerischer Freiheit und schulischen Rahmenbedingungen, um Schüler*innen bestmöglich in ihrem kreativen Ausdruck zu unterstützen.

Ausblick

Ich würde die Forschung wieder so durchführen, weil ich sie als sehr wertvoll für meine Entwicklung wahrgenommen habe. Ich habe mich so genau beobachtet wie noch nie zuvor und konnte Dinge wahrnehmen, reflektieren und hinterfragen. Beim nächsten Mal würde ich den Prozess noch detaillierter und regelmäßiger dokumentieren, da die Dokumentation im Laufe des Semesters weniger geworden ist.

Auswertung

Die Beobachtungen zeigten die Bedeutung von Transparenz, Struktur und Beziehungsarbeit für die Gestaltung eines motivierenden Unterrichts. Die Erkenntnisse unterstreichen, dass Kunstunterricht mehr als reine Wissensvermittlung ist, sondern Raum für Kreativität und individuelle Entwicklung bietet. Außerdem wird die Notwendigkeit betont, einen Mittelweg zwischen pädagogischen Anforderungen und künstlerischer Offenheit zu finden, um Schüler*innen in ihrem kreativen Prozess bestmöglich zu unterstützen.  

Kategorie

Forschungsansätze

Zielgruppe

Schlagworte

Quellen und Referenzen 

Dreyer, A. (2005). Kunstpädagogische Professionalität und Kunstdidaktik. Eine qualitativ-empirische Studie im kunstpädagogischen Kontext. Kopaed.
Kirchner, C. (2021). Lehren und Lernen. Kunstunterricht reflektieren. Lehrprofessionalität entwickeln. Kunst + Unterricht (457/458), S.4-17.
Wetzel, T., Lenk, S. (2013). Mit Ecken und Kanten. Kunstunterricht als eine Frage von Haltung. Kopaed.
Heisig, J., Scharf, I., Schönfeld, H. (2020). Kunstlabore: Für mehr Kunst in Schulen! Ein Ratgeber zur Qualität künstlerischer Arbeit in Schulen. Transcript Verlag.

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