Make it Meme Something

Ein Projekt von YOLO
Der Frosch als Icon der Meme-Culture
Bildrechte: J.P., 2025: Der Frosch als Icon der Meme-Culture, Comiczeichnung, Entwurf

Forschungsfrage

Wie reflektieren Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse ihr Social-Media-Verhalten durch Memes im Kunstunterricht?

Beschreibung

Mit der subversiven Kraft, die Memes in sich tragen, stellt sich die Frage, ob es sich dabei auch um ein probates Mittel für den Kunsttunterricht handelt. In meinem Forschungsprojekt geht es um die Reflexion des eigenen Social Media Verhaltens durch das Erstellen von Memes im Kunstunterricht. Memes als Medium sind in vielerlei Hinsicht Artverwandt mit anderen künstlerischen Medien, da sie Bild und Text kombinieren, eine unmittelbare und subjektive Perspektive beinhalten und sich humoristisch und subversiv äußern können. Diese Memes sollen sich auf das Social Media Verhalten der SUS beziehen, da es sich dabei um ein Thema handelt, das alle betrifft, das mit dem Medium in Zusammenhang steht und das auch eine kritische Perspektive zulässt. Eine Teilverantwortung des Kunstunterrichts ist es mit Bildern umzugehen und die Fähigkeit des Hinterfragens zu schulen.

Learning

Ich hatte in meiner Forschungsarbeit lange die Schwierigkeit genau zu fassen, was ich eigentlich erforschen will. Ausgangspunkt war mein Interesse für die Schnittmenge von Internetkultur und KU, da ich im KU auch Verantwortung für den Umgang mit Bildern aus dem Netz sehe. Ich habe mich dazu entschieden den Fokus auf die Reflexion des Social-Media-Verhaltens in den Vordergrund zu stellen und dadurch Rückschlüsse auf die Daseinsberechtigung von Memes im KU zu schließen. Damit bin ich zufrieden, da ich so zu produktiven Forschungsergebnissen gekommen bin. Die Analyse der Memes war für mich der erkenntnisreichste Teil der Forschung, da ich erst durch die Kategorisierung und Verdichtung ein klares Bild von meinen Forschungsdaten hatte. Das Projekt hat mir in meiner berufsprofessionellen Überzeugung gefestigt, dass im KU viele Möglichkeiten bestehen und man auch seine persönlichen Interessen als Lehrkraft einfließen lassen kann.

Ausblick

Ausgehend von meiner Forschung wäre es spannend noch einmal das Potenzial von "Art Memes", also Memes, bei denen die Bilder kunsthistorische Werke sind, zu untersuchen. Diese Form des Arbeitens wirft nochmal einen anderen differenzierten Blick auf Memes im KU. Darüber hinaus wäre es auch spannend die Auseinandersetzung der SUS mit dem Social-Media-Kosmos in anderer Form nochmal zu vertiefen um so auch eine tiefere Reflexion zu ermöglichen.

Auswertung

Nach meiner Forschung bin ich überzeugt, dass Memes als Format im KU ein probates Mittel sein können. Die SUS lassen interessante Einblicke in ihr Social-Media-Verhalten zu, indem sie ihr Verhältnis dazu befragen und sichtbar machen. Es lassen sich affirmative und kritische Positionen erkennen, die sich teils allgemein und teils spezifisch äußern. So lassen sich Memes als Mittel nutzen alltagsnahe Themen kritisch und ästhetisch umzuwandeln, um so einen Mehrwert zu erzeugen. Gerade in Bezug auf einen subjektiven Zugang oder als spielerische persönliche Reflexion sehe ich Potenzial für Memes im KU.

Kategorie

Forschungsansätze

Zielgruppe

Schlagworte

Quellen und Referenzen 

Grünwald, J. G. (2020). Der Zweifel als produktive Möglichkeit in der kunstpädagogischen Praxis. Hamburg.
Kolb, G., & Schmidt, H. (8. Januar 2022). The Art of Memes. Abgerufen am 3. September 2025 von ZKMB. Zeitschrift Kunst Medien Bildung: https://zkmb.de/the-art-of-memes/
Ković, M. (8. April 2022). Von Heiterkeit bis Hass: Die ambivalente Meme-Kultur. Abgerufen am 1. September 2025 von Medienwoche. Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation & Marketing: https://medienwoche.ch/2022/04/08/von-heiterkeit-bis-hass-die-ambivalente-meme-kultur/
Shifman, L. (2013). Memes in Digital Culture. Cambridge: MIT Press.
Schröder, C., Hintz, H., Berns, W., Richter, C., Böhnke, N., & Allert, H. (kein Datum). Social Media Labs. Handlungsempfehlungen für einen partizipativen medienpädagogischen Zugang zu Sozialen Medien. Kiel: Onlinelabor für Digitale Kulturelle Bildung.

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