Das Studienprojekt widmet sich der Frage, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kunstunterricht verankert werden könnte. Während BNE-Inhalte in Fächern wie Geografie, Politik oder Biologie fest etabliert sind, fehlen für den Kunstunterricht bisher empirische Studien. Dabei bietet dieser durch Kreativität, Experimentierfreude und Ergebnisoffenheit besondere Potenziale, Gestaltungskompetenzen zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurde daher hypothetisch ein Unterrichtsentwurf entwickelt, der BNE in eine reguläre Reihe integriert. Am Beispiel einer geplanten Doppelstunde zu Körperbildern in Skulptur und Plastik mit Bezug auf SDG 5 („Gender Equality“) wird aufgezeigt, wie visuelle Darstellungen Identitäten formen und Reflexionsprozesse anregen können. Das Forschungsvorhaben selbst wurde nicht durchgeführt, sondern theoretisch konzipiert.
BNE im Kunstunterricht
Ein Projekt von A.
Bildrechte: ohne Abbildung
Forschungsfrage
Wie kann Kunstunterricht zur Förderung von Kompetenzen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung beitragen?
Beschreibung
Learning
Die Reflexion des hypothetischen Studienprojekts zeigt zwei zentrale Schwierigkeiten: Zum einen erwies sich die Fokussierung auf SDG 5 („Gender Equality“) als problematisch, da der Bezug zur Nachhaltigkeit weniger stark hervortritt und die Stunde stärker im Bereich der Geschlechterrollenerziehung lag. Zum anderen stellte sich heraus, dass die Forschungsfrage nach dem Beitrag des Kunstunterrichts zur Förderung von BNE-Kompetenzen im geplanten Design kaum zu beantworten war, weshalb das Vorhaben nicht umgesetzt wurde.
Ausblick
Aus dieser Erfahrung entstehen neue Ansätze: Eine qualitative Lehrkräftebefragung könnte Aufschluss über Bedürfnisse, Materialien und Methoden zur Umsetzung von BNE im Kunstunterricht geben. Ergänzend bietet sich die Entwicklung einer Handreichung an, die BNE-Potenziale im Curriculum sichtbar macht. Beide Ideen verfolgen das Ziel, Lehrpersonen praxisnah zu unterstützen und die Integration von BNE langfristig zu stärken. Für meine eigene Professionalisierung wurde dabei deutlich, wie wichtig eine kritische Reflexion der eigenen Planung ist und wie anspruchsvoll es ist, theoretische Konzepte wie BNE in konkrete Unterrichtspraxis zu übertragen. Die Auseinandersetzung mit BNE verdeutlichte zudem dessen zentrale Bedeutung für die schulische Bildung insgesamt: Lehrkräfte aller Fächer sind gefordert, Schüler*innen zu befähigen, zukunftsorientiert, kritisch und kreativ zu handeln.
Auswertung
Das Vorhaben wurde nicht durchgeführt, sondern nur hypothestisch konzipiert.
Kategorie
Forschungsansätze
Zielgruppe
Schlagworte
Quellen und Referenzen
Kultusministerkonferenz [KMK], & Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [BMZ]. (2015). Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (2., aktualisierte und erweiterte Aufl.). Engagement Global gGmbH. https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2015/2015_06_00-Orientierungsrahmen-Globale-Entwicklung.pdf
de Haan, G., & Harenberg, D. (1999). Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Gutachten zum Programm. Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK).
Braun-Wanke, K., & Wagner, E. (2020). Über die Kunst, den Wandel zu gestalten. transcript Verlag. https://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/61449
Sabisch, A., Bähr, I., Bechthold, A., Gebhard, U., Krieger, K., Lübke, B., & Pfeiffer, M. (2016). Ungewissheit und Irritation im Bildungsprozess: Didaktische Forschungen im Fachkontext von Biologie, Theater, Kunst und Sport. In J. Menthe, D. Höttecke, T. Zabka, M. Hammann & M. Rothgangel (Hrsg.), Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe: Beiträge der fachdidaktischen Forschung (S. 41–68). Waxmann.
Creative-Commons-Lizenz
CC-0 1.0